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1. Herren: Revanche geglückt
Geschrieben von: Florian Reinke   
Montag, 27. Oktober 2008 um 06:20

Mit einem 3:1 Sieg über die SV Gross-Ellershausen hat die Regionalliga-Mannschaft des TuS Vahrenwald am Sonntag ihre Hinrunden-Erfolgsgeschichte fortgesetzt. In einem spannenden Spiel vor engagiertem Heimpublikum gab es Höhen und Tiefen auf beiden Seiten, über das gesamte Spiel gesehen dominierte jedoch vor allem ein Element: Der Vahrenwalder Block.
Die Gastgeber hatten vor dem Spiel ordentlich die Werbetrommel gerührt, unter anderem mit einem Plakat welches einen Sumo-Ringer zeigte und mit "Sie haben einen Hobbie!" betitelt war (hier der Link zum Plakat von der Grelli-Homepage)

Im ersten Satz testete Grelli-Zuspieler Stefan Teumer gleich mal jeden Annahmespieler der Vahrenwalder und es gab nach Not-Annahme und hohem Ball über aussen noch einen Block dazu, so dass man gleich 0:4 zurücklag.
Unschöne Erinnerungen an den letzten Satz den man gegen die Grellis gespielt hatte kamen hoch: Damals im Tiebreak in eigener Halle hatten drei Sprungaufschläge von Teumer das Spiel zugunsten der Grellis entschieden. Doch die Mannschaft nahm die Herausforderung an und begann mit deutlich weniger Druck im Aufschlag, aber dafür mit einer echten Mauer am Netz den Gastgebern den Zahn zu ziehen.
Nachdem man den Grelli-Angreifern einige Male die Bälle vor die Füße geblockt hatte stand es auf einmal 8:5 für Vahrenwald und die Zuschauer die angesichts des Satzbeginns noch frenetisch gejubelt hatten schwiegen betreten.
Der Vorsprung konnte durch weitere Blocks noch ausgebaut werden auf sechs Punkte zur Mitte des Satzes - Auszeit Grelli bei 16:10. Der kurz vorher eingewechselte Julian Hoffmann machte seine Sache vor allem im Aufschlag gut und brachte die Vahrenwalder Annahme in Bedrängnis, und schon bald war der Vorsprung auf einen Punkt zusammengeschmolzen. Ernste Ansprache von Vahrenwalds Trainerin Ana Schanze in der Auszeit, und mit einer konzentrierten Mannschaftsleistung konnte der erste Satz 26:24 gewonnen werden.

 

 

Im zweiten Satz verlief das Spiel bis zum Stand von 8:8 zunächst ausgeglichen, der Sprungaufschlags-Auftakt der Grellis erwies sich als Strohfeuer - die Quote sank so in den Keller, dass die meisten Aufschläger sich bald auf Float-Aufschläge verlegten. Mit einigen guten Blocks konnte Vahrenwald auf 13:10 davonziehen, musste aber kurze Zeit später nach einer Serie extrem kurzer Aufschläge die den Spielaufbau störten einen Rückstand von erst zwei und dann drei Punkten hinnehmen. Der eigene Aufschlag kam überhaupt nicht, der Spielfluss war dahin, der Satz ging mit 25:21 an Grelli.

Angesichts von acht verschlagenen ersten Aufschlägen im zweiten Satz kam in der Satzpause von Ana Schanze die taktische Anweisung, im Aufschlag noch mehr den Druck zu reduzieren.
Es hatte sich gezeigt dass hohes Risiko im Aufschlag an sich nicht nötig war, da man Grelli im Block hervorragend kontrollierte. Der Vahrenwalder Block dominierte am Netz so sehr, dass sich im Aussenangriff der Gastgeber die Eigenfehler häuften beim Versuch den Block zu überwinden. Einzig die Mitte konnte bei den Grellis noch klar punkten.
Die Taktik erwies sich im dritten Durchgang als recht erfolgreich. Bis Mitte des Satzes punkteten beide Mannschaften konstant (16:16), doch mit Zuspieler Edin Mehic am Aufschlag konnte die Blockreihe Gatzke-Seitz-Hobbie sich mehrere direkte "Kills" auf die Brust schreiben. Zwei Auszeiten von Grelli bei 19:17 und 21:17 halfen auch nicht viel, den dritten Satz konnte Vahrenwald mit 25:19 für sich verbuchen.

Im vierten Satz dann wieder ein Fehlstart nach Maß, mit 2:6 lag man hinten bevor Vahrenwald wieder ins Spiel fand. Eine schöne Serie kurzer Aufschläge von Martin Seitz brachte die Hannoveraner wieder heran. Im zweiten Satzdrittel wechselte immer wieder die Führung, bis sich Vahrenwald bei 19:17 etwas absetzen konnte.
Im Finale des Satzes lief bei den Gastgebern nicht mehr viel zusammen. Zu groß war der Respekt vor dem Block, die Line-Schläge landeten ebenso im Aus wie die Cross-Schläge, manch ein Hinterfeld-Angriff traf nur die Netzkante oder den Einerblock von Holger Banko, und mit 25:20 ging auch der vierte Satz nach Vahrenwald.

Für die Hannoveraner sicherte der vierte Sieg in Folge den zweiten Tabellenplatz. während die Göttinger aus bisher fünf Spielen weiterhin nur einen Sieg vorweisen können und damit auf Platz sieben der Tabelle rangieren.

Ansonsten gab es in der Liga am Wochenende größtenteils die erwarteten Ergebnisse - Lüneburg marschierte in drei Sätzen gegen Aufsteiger Goslar zum fünften Sieg im fünften Spiel, Lintorf schlug Giesen mit 3:0 und Ammerland schlug Salzdahlum - auch wenn die Männer aus Bad Zwischenahn dafür fünf Sätze brauchten. Schliesslich schlug Cloppenburg Schüttorf mit 3:2 und kann damit weiterhin als Überraschungsmannschaft der Saison bezeichnet werden.

Am nächsten Wochenende hat der TuS Vahrenwald spielfrei, bevor es am 9.11. zum Verfolgerduell Zweiter gegen Dritter zuhause gegen den VfL Lintorf kommt. Die Spiele gegen Lintorf zählen erfahrungsgemäß zu den Saison-Highlights und Vahrenwald möchte natürlich den 3:0 Erfolg des letzten Heimspiels wiederholen, während die Lintorfer einen Sieg benötigen um ihre Meisterschafts-Ambitionen aufrecht erhalten zu können.

Aktualisiert am Sonntag, 09. November 2008 um 19:00
 

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