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1. Herren: Sieg im Derby verschenkt
Geschrieben von: Florian Reinke   
Donnerstag, 05. März 2009 um 09:09

Sehenswertes Derby mit besserem Ende für Giesen

Wieder einmal starke kämpferische Leistung, aber in entscheidenden Momenten zu viel Nerven gezeigt - so könnte man das Spiel gegen den bereits abgestiegenen TSV Giesen am Sonntag wohl zusammenfassen.

Gegen eine wie erwartet stark angreifende und aufschlagende Giesener Nachwuchsmannschaft hatte der TuS Vahrenwald im ersten Satz trotz frühen Rückstands am Ende die Nase vorn. Kampfgeist und Zusammenspiel stimmten - so konnte es weitergehen.

Auf der anderen Seite wurde die Taktik geändert, verstärkt suchten die Giesener nun mit taktischen Aufschlägen Marc Dilly, der an diesem Tag nicht seine beste Form in der Annahme hatte. Der wesentlich unerfahrenere Bastian Ahnert wurde dagegen kaum unter Druck gesetzt.
Probleme im Spielaufbau führten dazu, dass man sich häufig nicht gegen den starken Giesener Block durchsetzen konnte und die Sätze zwei und drei verloren gingen.

Im vierten Satz auch wieder früher Rückstand, trotzdem steckten die Männer von Ana Schanze nicht auf. Taktische Aufschläge zwischen die Giesener Annahmespieler bedingten hohe Pässe über aussen oder in den Rückraum, über aussen griff der Block mehrmals zu, aus dem Rückraum wurden einige Eigenfehler produziert - der Tiebreak musste also entscheiden.

Der fünfte Satz war eigentlich wieder ein Ebenbild der übrigen Sätze, nur blieb für den Vahrenwalder Endspurt auf der kurzen Distanz keine Zeit. Bei 6:8 aus Vahrenwalder Sicht wurden die Seiten gewechselt, Vahrenwald kämpfte sich auf 12:12 heran, nur um dann zwei Annahmen so zu vermasseln, dass daraus keine Punkte mehr zu machen waren. Am Ende ging der Satz und damit das Spiel verdient an die stark auftretenden Giesener, die sicherlich die Spielklasse hätten halten können wenn sie öfter in dieser starken Besetzung gespielt hätten.

Über das infantile Gepöbel von den Zuschauerrängen weitere Worte zu verlieren lohnte sich dann auch nicht mehr - das Giesener Publikum wird ja in der Regel an Freundlichkeit nur noch von den Lintorfern übertroffen.
Trotzdem hielten einige Vahrenwalder Fans schon während des Spiels Ausschau nach dem Futter-Automaten für die Hühner auf der Stange.

Durch die vermeidbare Niederlage muss Vahrenwald am kommenden Sonntag gegen die VSG Salzgitter-Goslar einen Sieg einfahren, damit das letzte Spiel gegen Cloppenburg nicht noch zum Endspiel wird. Die Cloppenburger müssen zwar parallel gegen Lintorf antreten und haben damit nominell das schlechtere Los, aber Cloppenburg taugt an einem guten Tag auch zum Favoritenschreck.

Aktualisiert am Donnerstag, 05. März 2009 um 13:44
 

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